Mein Schiff 2 ohne Passagiere über Kapstadt nach Gibraltar. Kein Stopp auf den Kanaren
Rückkehr nach Europa durch das Rote Meer und den Suezkanal fällt aus. Viele Kreuzfahrtschiffe bevorzugen die Umfahrung Afrikas
13-03-2024
Es ist soweit. Die letzten Gäste sind von Bord. Mein Schiff 2 ist in Dubai aufgebrochen und hat Kurs auf Kapstadt im südlichen Afrika genommen. Das große Schiff von TUI Mein Schiff wird bei ihrer Positionierungsfahrt nicht auf den Kanaren zu einem Zwischenstopp vorbeischauen, sondern direkt vom Kap der Guten Hoffnung mit neuem Treibstoff direkt nach Gibraltar fahren.
MSC Cruises hatte vor einigen Monaten den Anfang gemacht. Schon lange vor der jeweils anstehenden Rückreise eines Kreuzfahrtschiffes über den Suez-Kanal, hatte die Reederei ihren Rückzug aus dem umfangreichen Programm für den Orient bekanntgegeben. Dann war es AIDA Cruises, die Rostocker Carnival-Filiale, die erste Schiffe ohne Passagiere für den Rückruf nach Europa ankündigten. So wird in knapp vier Wochen auch die stattliche AIDAprima ihre letzte Rundreise zwischen Dubai, Abu Dhabi, Doha und Muscat abgeschlossen haben. Nach dem 6. April wird sie dann so schnell wie möglich ohne Passagiere nach Europa gebracht werden. Der Weg wird ebenso über die lange Strecke um Afrika herum verlaufen müssen.

Das nächste Kreuzfahrtschiff von TUI Cruises wird erst im Mai die Mein Schiff 5 sein. Für deren Angebot überlegt man noch, wie die verantwortliche Vertreterin der Reederei in Hamburg durchblicken liess, ob es eine Route mit Passagieren und Hafenanläufen geben wird. Das Interesse dafür ist in der Kundschaft bestimmt vorhanden, da „Mein Schiff“ ohnehin keine längeren Reisen oder gar Weltreisen anbieten will, wie von Chefin Wybcke Meier bekräftigt worden war. Ein Experiment in der gegenwärtigen Situation wäre aber eine mutige und anerkennenswerte Sache, denken wir. Warum sollten auch all die großen Pötte extrem lange Strecken auf den Ozeanen zurücklegen, ohne dabei die Beherbergung zahlender Gäste anzubieten.
Die etwas kleineren, allerdings auch luxuriösen Kreuzfahrtschiffe arbeiten vereinzelt bereits an der Ausgestaltung alternativer Routen. So ist es bei der Seabourn Encore der Fall, die sich noch in Asien befindet und am 3. April 2024 von Dubai nach Venedig aufbrechen wollte.

Wir bleiben am Ball und werden alle zu erwartenden Entscheidungen bezüglich einer Neugestaltung der Rückreisen aus Asien und Orient im Auge behalten. Schließlich betrifft das auch die zu erwartende Programmgestaltung der kommenden Wintersaison 2024/25. Eine deutlich verbesserte Sicherheitslage im Roten Meer steht nämlich noch fern am Horizont und ist nicht durch ein paar Überwachungsschiffe und Abwehrdrohnen zu erreichen.

Was bisher geschah …
06-02-2024
Auch TUI Cruises zieht nunmehr erste Konsequenzen. Die sogenannten Positionierungsreisen zurück in den Norden nach Antalya wurden für die Mein Schiff 2 abgesagt. So ist es heute den Buchern dieser beiden Routen kommuniziert worden.
- Mein Schiff von Doha bis ins Östliches Mittelmeer vom 09.03. bis 27.03.2024
- Mein Schiff 2: von Dubai bis ins Östliches Mittelmeer vom 11.03. – 27.03.2024
Da sich die Lage im Roten Meer immer noch nicht zum Positiven verändert hat, wird man im Hause TUI ebens so wie AIDA Cruises, Costa Crociere, MSC Cruises und manche andere Anbieter wahrscheinlich letztendlich alle anstehenden Reisen durch das Rote Meer absagen. Das beträfe dann später im Mai auch noch die Mein Schiff 5.
25-01-2024
Erste Konsequenzen zieht am heutigen Tag der Anbieter AIDA Cruises und sagt alle drei Transreisen zwischen Orient und Europa ab. Betroffen sind die Schiffe AIDAblu, AIDAprima und AIDAbella, die ohne Passagiere über Südafrika nach Norden zurückkehren werden. Warten wir ab, wie sich TUI Cruises und die weiteren Anbieter auf dem Kreuzfahrtmarkt verhalten werden.

Was bisher geschah …
19-01-2024
Mein Schiff 2 nach Werftaufenthalt in Dubai zurück im Orient.
Die geplante Rückkehr nach Europa im März durch das Rote Meer und den Suezkanal ist ungewiss. Viele Kreuzfahrtschiffe müssen die Umfahrung Afrikas in Erwägung ziehen.
Lang, lang schon ist es her, dass wir hier im Web über die Mein Schiff 2 berichtet haben. Sie bewegte sich damals noch in unseren kanarischen Gewässern und war deshalb unser Thema.
Danach waren dann die Mein Schiff 1, 3 und 4 im Atlantik um uns herum unterwegs und boten die eine oder andere Neuigkeit. Heute ist es wieder mal ein besonders guter Anlass etwas zu berichten. Der Anlass könnte allerding auch eine ungewissene Entwicklung vor sich haben, so wie es derzeit viele Kreuzfahrtschiffe betrifft, die im Orient und Asien unterwegs sind.
Mein Schiff 2 ist nach Abschluss des Werftaufenthalts in Dubai wieder im Einsatz zwischen den orientalischen Häfen der Arabischen Emirate. Innerhalb von vierzehn Tagen wurden neben einem kompletten Unterwasser-Rumpfanstrich auch die technischen Einrichtungen für eine Landstromnutzung in dafür vorbereiteten Häfen installiert. Es sind wieder Gäste an Bord.
Das TUI-Schiff bietet im Winter im Nahen Osten eine Reihe von siebentägigen Kreuzfahrten in die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman, Saudi-Arabien und Doha an. Die erste Reise nach der Renovierung startete vorgestern in Dubai und führte bereits nach Abu Dhabi und Doha.

Aus kanarischer Sicht wird erst die letzte Reise der Mein Schiff 2 im März interessant werden. Am 11.03.2024 soll sie sich nämlich von Dubai nach Antalya in der Türkei auf den Weg machen. Ob das reibungslos möglich werden wird, fragen sich derzeit auch mehr als 25 andere Kreuzfahrtschiffe, die in den kommenden Wochen primär Dubai passieren werden um die Reise nach Europa beginnen zu wollen. Lesen Sie dazu hier >>>

Die Krisenregion besonders im Bereich des Jemen, Somalia und Sudan könnte jedoch wegen der Gefahr von kriegerischen und terroristischen Anschlägen zum Problem bei der Durchfahrt des Roten Meeres werden um den Suezkanal zu erreichen.
Die Mein Schiff 2 wird eines der ersten Kreuzfahrtschiffe sein, das von dieser Gefahrenlage betroffen sein könnte. Wie bereits in Einzelfällen geschehen, könnte der Rückweg nach Europa einen langen Kurs um das südliche Afrika notwendig machen. Doch bis dahin sollten wir hoffen, dass die Gewalt aller beteiligten Seiten nachlässt und sicheres Reisen über die Weltmeere weiterhin möglich sein wird.
Wir wünschen der Mein Schiff 2, den Gästen, der Crew und Ihrem Kapitän Hilko Tjard Mahler zunächst angenehme Reisen in den kommenden Wochen. Gleiches gilt natürlich ebenso für alle anderen Schiffe, die wir hier noch besprechen werden. Stellvertretend für die grosse Zahl nennen wir hier schon mal drei davon: Queen Mary 2, AIDAprima und besonders die Mein Schiff 5.

Was bisher geschah …
10-06-2021
Mein Schiff 2 auf dem Weg ins Mittelmeer
Zu einem Ortswechsel in mediterrane Gewässer wird die Nr. Zwei von TUI Cruises von Las Palmas de Gran Canaria aufbrechen.
Der vorerst letzte Neubau der Mein Schiff-Flotte, die mit der Nr. 1 baugleiche Mein Schiff 2, wird ab 17. Juni sogenannte „blaue“ Reisen ab Palma de Mallorca anbieten.
Bis übermorgen wird sie noch auf den Kanaren unterwegs sein und nach dem morgigen Seetag dann am Samstag Lanzarote besuchen.
Die vorgesehenen Häfen im Mittelmeer gleichen, ausgenommen Ibiza, denen von AIDAperla. Es sind Palma, Alicante, Cádiz, Málaga, Valencia, Cartagena und Barcelona.
Erst Mittel Juli kommen Ibiza sowie französische und italienische Häfen dazu.
Das Schiff überlässt das restliche Frühjahrsgeschäft auf den Kanaren nunmehr allein der AIDAperla, die noch bis Anfang Juli ihre Runden um den Archipel drehen wird.
Mit Mein Schiff 2 und den deutschen Mitbewerbern, Hapag Lloyd und Nicko Cruises, hat nunmehr die dritte Reederei, wie schon in Vorjahren üblich, mit Blick auf das Sommergeschäft Kurs ins Mittelmeer genommen. Diesmal ist es allerdings einige Wochen später als noch vor Pandemie-Zeiten der Fall.
Der anfängliche „Andrang“ an erwartungsvollen Kreuzfahrt-Liebhabern hatte bei den grossen Anbietern zur Erweiterung ihrer Angebote geführt. Neu-Kreationen von Routen teils ohne Hafenanläufe á la „blaue“ Reisen sind ein Auslaufmodell geworden. Die Entwicklungen bei der Lockerung in der Handhabung von Pandemie-Restriktionen werden jetzt nach und nach die Beibehaltung der Katalogreisen aus Zeiten vor der Pandemie notwendig machen. Anfänge sind mittlerweile gemacht. Die AIDAstella soll ihre ursprüngliche Route ab Ende Juli im Mittelmeer beibehalten.



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